Viele Religionen auf engstem Raum – geht das?!

6. Januar 2017 Gesellschaft, Theologie
von Matija Vudjan
Einer der wichtigsten Schauplätze monotheistischer Streitigkeiten: Der Tempelberg in Jerusalem.
Foto: Christian Sterzing/Flickr; Lizenz: CC BY-SA 2.0
Die WAZ berichtete in ihrer gestrigen Ausgabe (auch »online), dass es im Ruhrgebiet insgesamt 250 unterschiedliche Religionsgemeinschaften gibt. Der Artikel impliziert, dass dies auf Dauer nicht gut gehen könne. Mit Blick auf die gegenwärtige Praxis ist das eine sehr steile These, wie ich finde. Theoretisch jedoch – mit Blick auf das Wesen von Religionen – stellt sich tatsächlich die Frage, ob und wie ein Neben- oder sogar Miteinander von Religionen auf engstem Raum tatsächlich möglich ist.

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Links zur Woche #5

25. September 2015 Ethik, Gesellschaft, Theologie
von Matija Vudjan

In regelmäßigen Abständen gibt es an dieser Stelle eine kleine Zusammenstellung von Artikeln und Beiträgen anderer Autoren und Blogger, die momentan sehr aktuell und relevant, oder einfach nur (und das ist keineswegs abwertend gemeint) sehr lesenswert sind. Das sind die #LinksZurWoche! Die Themen in der heutigen Ausgabe: Erzbischof Heiner Koch im Interview, ein religionswissenschaftlicher Beitrag über den Islam, eine Analyse zur politischen Aktivität des Papstes, diffamierende Kommentare bei Spiegel-Online sowie der Abgas-Skandal bei Volkswagen.

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Gedanken zur Woche #50

25. Januar 2015 Ethik, Gesellschaft, Theologie
von Matija Vudjan
Heute feiern wir ein kleines Jubiläum: Die #GedankenZurWoche erscheinen heute zum bereits 50. Mal! Wenn das nicht ein Grund zum Feiern ist (das dürft gerne ihr entscheiden)! Wie immer habe ich jedenfalls auch in dieser Woche meine Gedanken zu verschiedenen Themen notiert und stelle sie euch jetzt gesammelt vor:

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Gewalt im Namen des Islam – ein Lösungsansatz

25. Januar 2015 Gesellschaft, Theologie
von Matija Vudjan
Inzwischen sind mehr als zwei Wochen seit dem islamistischen Terroranschlag auf „Charlie Hebdo“ vergangen. Unsere westliche Gesellschaft steht immer noch unter Schock, aber mein Eindruck ist auch, dass die Debatte, die infolge dessen entstanden ist, eine fruchtbare und systematische ist. Ich möchte heute zu einer weiteren Systematisierung beitragen, indem ich der Frage nachgehen werde, warum ausgerechnet der Islam besonders attraktiv für Terroristen ist und einen Lösungsansatz vorschlagen, wie man grundsätzlich gegen das Problem des Terrorismus vorgehen kann.

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Gedanken zur Woche #44

14. Dezember 2014 Ethik, Gesellschaft, Theologie
von Matija Vudjan

Seit einigen Wochen demonstriert in Dresden und anderen deutschen Städten die sog. Pegida-Bewegung wegen einer angeblichen Islamisierung der deutschen Gesellschaft (und – so die Behauptung dieser Bewegung – des christlichen Abendlandes). Inzwischen ist die Bewegung auf über 10000 Teilnehmer angewachsen. Das ist ein Armutszeugnis für unsere Gesellschaft und unser christliches (!) Wertesystem, das prinzipiell niemanden aus der Gesellschaft ausschließen möchte! Hier besteht noch sehr viel Aufklärungsarbeit!

In diesem Zusammenhang möchte ich mir eine weitere Bemerkung erlauben: Ich zähle mich selbst zu denjenigen Bürgern, die die Aussage des Bundespräsidenten Christian Wulff vor einigen Jahren, der Islam gehöre zu Deutschland, kritisch gesehen haben, weil die Aussage geschichtlich gesehen zu kurz greift. Den geschichtlichen Impetus sehe ich immer noch kritisch, aber dennoch sage ich heute: Wenn Muslime als vollwertiges Mitglied der Gesellschaft zu Deutschland zählen, dann tut das auch der Islam! Das ist eine Position, für die man sich gerade in der gegenwärtigen Situation stark machen muss!

Gleichzeitig darf man auch nicht den Fehler machen und außer Acht lassen, dass der Großteil derjenigen, die in Dresden und anderswo demonstrieren, wirklich existenzielle Sorgen hat! Die meisten fremdenfeindlichen Parolen werden von den Demonstranten vorgetragen, weil sie momentan die einzige Antwort auf ihre existentiellen Sorgen und Nöte sind. An genau dieser Stelle müssen Politik und Gesellschaft ansetzen: Wir müssen den Menschen eine Antwort auf ihre Frage(n) bieten können!

Zu einem anderen Thema: In der vergangenen Woche habe ich über den Vorstoß der CSU berichtet, Deutsch als Pflichtsprache auch im privaten Raum einzuführen (→siehe hier). Das sorgte unter der Woche nicht nur für Unverständnis, sondern auch für viel Hohn und Spott. Deswegen ist die Partei jetzt zurückgerudert und hat den Vorstoß abgeschwächt – außerdem sieht sich niemand mehr für den Satz verantwortlich. Ich frage mich, was die größere Schande ist: Dass man als latent ausländerfeindliche Partei in demokratischen Parlamenten sitzt, oder dass man seine inhaltlichen Positionen so schnell ändert wie das Kleinkind sein Spielzeug? Wahrscheinlich in beidem…