Gesegnete Ostern!

1. April 2018 Allgemein, Theologie
von Matija Vudjan
„Er ist auferstanden, er ist nicht hier.“ (Mk 16,6)
Bild: Bernard Plockhorst/Flickr; Lizenz: CC BY 2.0

Der Morgen rötet sich und glüht, * der ganze Himmel tönt von Lob,
in Jubel jauchzt die Erde auf, * und klagend stöhnt die Unterwelt.
Der starke, königliche Held * zerbrach des Todes schweren Bann.
Sein Fuß zertrat der Hölle Macht: * Aus harter Fron sind wir befreit.
Er, der den Stein verschlossen hielt * und den man noch im Grab bewacht,
er steigt als Sieger aus dem Grab, * fährt auf in strahlendem Triumph.
Schon werden alle Klagen stumm, * in Freude wandelt sich der Schmerz,
denn auferstanden ist der Herr; * ein lichter Engel tut es kund.
— Aus dem Osterhymus „Aurora caelum purpurat“

Mit den Worten dieses wunderschönen Ostergesangs wünsche ich euch und euren Liebsten von Herzen ein frohes und gesegnetes Osterfest! Christus ist auferstanden! Er ist wahrhaftig auferstanden! Halleluja!

Frohe und gesegnete Ostern!

16. April 2017 Allgemein, Theologie
von Matija Vudjan
Das Grab ist leer. Foto: William Bouguereau/Flickr; Lizenz: CC BY 2.0

„Der auferstandene Christus trägt die neue Menschheit in sich,
das letzte herrliche Ja Gottes zum neuen Menschen.
Zwar lebt die Menschheit noch im alten,
aber sie ist schon über das Alte hinaus,
zwar lebt sie noch in einer Welt des Todes,
aber sie ist schon über den Tod hinaus,
zwar lebt sie noch in einer Welt der Sünde,
aber sie ist schon über die Sünde hinaus.
Die Nacht ist noch nicht vorüber,
aber es tagt schon.“

– Dietrich Bonhoeffer, zitiert aus dem Schott online

Mit dieser zum Nachdenken anregenden Meditation wünsche ich euch und euren Liebsten von Herzen ein frohes und gesegnetes Osterfest!

Ostern und das Emmausereignis

6. April 2015 Theologie
von Matija Vudjan
Im vergangenen Jahr bin ich zu Ostern auf die Bedeutung des Auferstehungsgeschehens eingegangen – die Gedanken sind heute noch genauso aktuell wie vor einem Jahr, wenn ihr sie also noch nicht gelesen habt oder dies ein zweites Mal tun wollt, schaut →hier. Auch in diesem Jahr möchte ich zu Ostern meine Gedanken mit euch teilen – heute allerdings ausgehend von der Emmausgeschichte.

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Gedanken zur Woche #15

20. April 2014 Ethik, Gesellschaft, Theologie
von Matija Vudjan

Die Botschaft von Ostern ist eine Botschaft des Friedens. Das hat heute auch Papst Franziskus in seiner Osteransprache betont – und deswegen für Frieden in den vielen Krisenherden dieser Welt gebetet. Ich möchte mich diesem ganz entschieden anschließen.

Gleichzeitig muss klar sein – und das gilt für jeden einzelnen Krisenherd dieser Welt: Frieden kann man nicht mit Gewalt erreichen. Frieden bedeutet (um in der österlichen Sprache zu bleiben), zu erkennen, dass mir gegenüber ein Nächster steht, der – allen Widrigkeiten zum Trotz – wie ein solcher behandelt werden muss.

Was bedeutet es aber, wenn mir gegenüber ein Nächster steht? Ganz einfach: Ich muss selbst zum Nächsten werden! Im konkreten Lebensvollzug gilt dann eine Lebensregel: „Alles, was ihr also von anderen erwartet, das tut auch ihnen!“ (Mt 7,12)

Wenn wir also in die momentanen Krisenherde der Welt schauen, z. B. in die Ukraine, dann bedeutet dies für alle beteiligten Parteien, die jeweils anderen als gleichwertige Gesprächspartner anzuerkennen und bereit zu sein, mit den eigenen Forderungen flexibel umzugehen.

Wie ein solches Verhalten dann aussehen kann: Der Westen z. B. muss einsehen, dass die militärische Präsenz russischer Truppen an der Grenze zur Ukraine aus Sicht des Kreml glaubwürdige Gründe haben kann. Russland darf beispielsweise die Übergangsregierung in Kiew nicht weiter als faschistisch bezeichnen oder die USA mit einem Auftritt von Edward Snowden im Staatsfernsehen provozieren.