Unwetter in Essen – der Tag danach

10. Juni 2014 Allgemein
von Matija Vudjan

Ich glaube, dass ich nicht übertreibe, wenn ich sage, dass das Ruhrgebiet und insbesondere Essen gestern Abend eines der schlimmster Unwetter in ihrer Geschichte erlebt haben. In Essen ist mindestens eine Person verstorben, mehrere sind schwer verletzt; dazu sind über 100 Autos von abgestürzten Bäumen zerstört worden (Quelle: →WAZ.de). Ebenso sind Oberleitungen im gesamten Essener Stadtgebiet beschädigt worden – der Nahverkehr, sowohl Bahn als auch Bus, steht vollkommen still (Quelle: →EVAG.de) – und das wird sich kurzfristig wohl nicht mehr ändern.

» Weiterlesen

Das Essener ABC

21. Februar 2013 Allgemein
von Matija Vudjan
Wie einige von euch wahrscheinlich wissen, habe ich, bevor ich hier zu Blogspot kam, bereits bei einem anderen Anbieter gebloggt. Jedenfalls habe ich heute an meinem freien Nachmittag das Archiv meiner alten Homepage durchgeleuchtet und bin dabei auf einen interessanten alten Artikel gestoßen, der zeigt, wie bei uns in Essen das Alphabet gelernt wird. Der Beitrag ist jetzt zwar schon fast vier Jahre alt; lustig ist er aber trotzdem – vor allem für diejenigen, die nicht aus dem Ruhrpott kommen 😉 Viel Spaß beim Anschauen!

» Weiterlesen

Die Nachhaltigkeit in der Strompolitik und ihre Folgen

11. Mai 2011 Allgemein
von Matija Vudjan
Ein Windrad in Velbert – an der Grenze zum Essener Süden

Spätestens seit dem Super-GAU von Fukushima wissen wir, dass der Mensch der Atomkraft nicht mehr gewachsen ist. Deshalb ist es auch nicht verwunderlich, wenn Menschen anfangen, über neue Möglichkeiten der Energiegewinnung nachzudenken. Die Bunderegierung hat zum Beispiel eine Ethikkomission berufen, die über die Zukunft der Atomkraft in Deutschland entscheiden sollte. Diese hat gestern ihre Entscheidung veröffentlicht, wonach das letzte AKW in Deutschland spätestens 2021 von Stromnetz genommen werden soll. Ob diese Entscheidung aber auf die letztendliche Entscheidung der Bundesregierung Einfluss nehmen wird, bleibt abzuwarten.

Während man auf nationaler Ebene noch nach der perfekten Lösung sucht, ist man beispielsweise auf kommunaler Ebene (!) schon deutlich weiter. Die Stadt Velbert hat vor rund einem Monat nahe der Stadtgrenze zu Essen eine Windkraftanlage aufgestellt (im Bild oben erkennbar – Sicht von Essen-Fischlaken aus). Dies wird umso beachtlicher, wenn man weiß, dass das Projekt schon vor Fukushima geplant worden ist (was uns zeigt, dass es nicht immer einer Katastrophe bedarf, um auf den Weg der Vernunft zu kommen).

Wie bei vielen anderen zukunftsträchtigen Projekten, ist auch die Velberter Entscheidung – vor allem im Essener Raum – stark kritisiert. So haben sich die Velberter offensichtlich die Franzosen, die eine Vielzahl ihrer Atomkraftwerke nahe der deutschen Grenze gebaut haben, zum Vorbild genommen und das Windrad etwa 200 Meter nahe der Grenze zu Essen aufgestellt. Viele Essener Bürger haben sich infolgedessen beschwert; ihrer Meinung nach sei das schöne Panoramamotiv des ländlich geprägten Essener Südens durch die Windkraftanlage gestört.

An dieser Aussage mag es sogar einen großen Wahrheitsanteil geben; allerdings sollte man überlegen, ob es nicht doch mehr Sinn macht, den schönen Landschaftsblick für eine innovative und nachhaltige Energie-gewinnungsanlage aufzuopfern. Dieses Problem wird zukünftig übrigens immer mehr in den Mittelpunkt der Diskussion rücken, denn die Stadt Velbert plant bereits, ein zweites Windrad aufzustellen und auch im Essener Stadtrat wird die Frage nach Windrädern über der Ruhr kontrovers diskutiert. Und seien wir doch ehrlich: Sicherheit und Nachhaltigkeit sollten (eigentlich) wichtiger sein als ein schöner Panoramablick!

Die automatisierte Pizza

7. April 2011 Gesellschaft
von Matija Vudjan

Seit Beginn der Industrialisierung ist die Gesellschaft immer hektischer geworden. Geschwindigkeit spielt vor allem in den westlichen Ländern eine immer größere Rolle. Nur derjenige, der am schnellsten ist, macht auch den größten Gewinn.

Offensichtlich sind wir heute so weit, dieses Phänomen weiter zu fördern, anstatt dem entgegen zu wirken. Denn: seit letzter Woche steht im Einkaufszentrum am Limbecker Platz in Essen ein Pizzaautomat (Foto folgt noch)! 4€ soll man einwerfen, zwischen drei verschiedenen Geschmacksrichtungen auswählen können und dann zwischen 70 und 90 Sekunden warten. So schnell ist natürlich keine Pizzeria dieser Welt. Fraglich ist nur, ob solch eine vorgebackene Pizza tatsächlich auch so gut schmeckt, wie man es von einer echten italienischen Pizza erwarten kann. Ich wage es, dies zu bezweifeln…

Der Jakobsweg führt durch Essen

7. Oktober 2010 Gesellschaft
von Matija Vudjan

Es gibt Sachen oder Themen, die man im Laufe der Zeit manchmal einfach vergisst. Genau diese Situation ereignete sich vor kurzem im Ruhrgebiet bezüglich des Jakobswegs.

Erst vor Kurzem wurde bekannt, dass ein kleiner „Vorabschnitt“ des Jakobswegs vom Osten Deutschlands aus kommend über das Ruhrgebiet und Aachen nach Belgien und letztendlich nach Frankreich und Spanien führt.
Dies ist natürlich eine sehr schöne Erkenntnis, die dazu geführt hat, dass der vergessene Jakobsweg ganz schnell wieder aus der Versenkung hervorgeholt wurde. Er wurde sogar schon in einem ökumenischen Gottesdienst feierlich eröffnet.

Vor allem in Anbetracht der Tatsache, dass Essen und das Ruhrgebiet Kulturhauptstadt 2010 sind, ist diese Entdeckung noch einmal ein schöner und vor allem unerwarteter Höhepunkt. Und auch für die Zukunft kann es nur von positiver Bedeutung sein, wenn man als Stadt gilt, die einen „Anteil“ am Jakobsweg hat. Deshalb kann man im Ruhrpott wirklich froh sein, dass diese so geschichtsträchtige Entdeckung gemacht wurde. Denn wer weiß, vielleicht kann man diese sogar zum Anlass nehmen, den Jakobsweg einmal selbst zu laufen…