„Und man nennt ihn: Friedensfürst.“

31. Dezember 2019 Gesellschaft, Theologie
von Matija Vudjan
Krippenlandschaft in St. Lucius, Essen-Werden
Eine Krippenlandschaft in der Luciuskirche in Essen-Werden.

In der letzten Zeit wird immer häufiger festgestellt, dass die Sprache verrohrt oder dass unsere Gesellschaft gespalten ist. Mit Blick auf die gegenwärtige Diskurslandschaft – und all die Eskalationsbereitschaft, die momentan rund um das #Omagate zutage tritt – ist diese Diagnose nicht von der Hand zu weisen. Gerade angesichts dessen kann die Weihnachtsbotschaft eine Richtschnur sein. Nein, sie kann nicht nur, sie sollte sogar eine Richtschnur sein! Ein Impuls.

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Eine Frage der Glaubwürdigkeit

12. November 2019 Theologie
von Matija Vudjan
Der Umgang Roms mit dem Synodalen Weg in Deutschland wirft einen Schatten auf das Pontifikat von Papst Franziskus.
Symbolfoto: Nacho Arteaga/unsplash

Gegenüber dem Synodalen Weg der Katholiken in Deutschland agieren Papst Franziskus und der Vatikan widersprüchlich. Franziskus stellt damit den Kern seines Reformprojekts in Frage. Über diesen Zusammenhang habe ich vor Kurzem in der Eule geschrieben. Den Beitrag stelle ich hier noch einmal dokumentarisch zur Verfügung.

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(Un)verständlich?!

2. August 2019 Theologie
von Matija Vudjan
Ein leerer Hörsaal – Symbol für die Unverständlichkeit der Theologie?
Foto: Luke Collinson/Unsplash; Lizenz: gemeinfrei

Von Karl Rahner ist die folgende Feststellung überliefert: „Man hat mich schon oft getadelt, zum Teil gewiß mit Recht, daß ich zu schwierig schreibe.“ Wer sich schon einmal mit Rahners Schriften auseinandergesetzt hat, dürfte geneigt sein, dem Theologen zuzustimmen. Was Rahner sich selbst zugeschrieben hat, wird heute häufig der Theologie im Allgemeinen vorgeworfen: sie sitze fest in ihrem sprachlichen Elfenbeinturm, habe kein Interesse, diesen zu verlassen, und werde (unter anderem) deswegen von der Breite der Gesellschaft kaum noch wahrgenommen, geschweige denn verstanden. Ist dem tatsächlich so? Und überhaupt: Muss die Theologie von jedermann verstanden werden?

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Leibliche Auferstehung?

2. Juni 2019 Theologie
von Matija Vudjan
Paolo Veronese (1528–1588): Noli me tangere. Öl auf Leinwand; 67x95cm.
Museé de Grenoble (MG 7); Lizenz: gemeinfrei

Kurz vor Ostern machte folgende Nachricht die Runde: „Nur jeder fünfte glaubt an die leibhaftige Auferstehung Jesu“ (idea.de). Auf den ersten Blick ist diese Nachricht ohne Zweifel Aufsehen erregend, handelt es sich doch bei der leiblichen Auferstehung Jesu um eine der grundlegenden christlichen Glaubenswahrheiten. Aber: Was ist überhaupt mit der leiblichen Auferstehung gemeint? Ist der Begriff leiblich gleichzusetzen mit körperlich? Im Folgenden soll es um einen Begriff gehen, der für das Christentum von grundlegender Bedeutung ist, gleichzeitig aber – so meine Erfahrung – sehr oft falsch verstanden wird: Leiblichkeit.

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Konsequent synodal?

14. März 2019 Gesellschaft, Theologie
von Matija Vudjan
Stürmische Zeiten für Papst Franziskus.
Symbolfoto: Benhur Arcayan, Malacanang Photo Bureau/Wikimedia Commons; Lizenz: gemeinfrei

„Es ist das Ende des Pontifikats in dem Sinne, dass Franziskus nicht als Reformpapst in die Geschichte eingehen wird, sondern als Bewahrer.“ Diese Kritik, vorgetragen vom Münsteraner Kirchenrechtler Thomas Schüller ist nur eine von vielen, die im Anschluss an seine Abschlussrede bei der Kinderschutz-Konferenz im Vatikan vor drei Wochen an den Papst herangetragen wurden. Aber ist diese Kritik auch gerechtfertigt?

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