Über mich

Wer schreibt hier?

Foto: Miriam Pawlak

Hallo! Mein Name ist Matija. Ich bin 26 Jahre alt, geboren und wohnhaft in Essen, studiere Katholische Theologie an der Ruhr-Universität Bochum und bin Blogger hier auf durchgedacht.

Ich treibe leidenschaftlich und aus Überzeugung Theologie – und das in einer Region, die gewiss keine katholische Hochburg ist (nun ja, welche Region kann das schon von sich behaupten?), sondern die multikulturell und multireligiös geprägt ist. Eine Region, die dem gesamten Deutschland soziologisch gesehen – d. h. mit Blick auf die fortschreitende Säkularisierung – um mindestens 15 Jahre voraus ist. Eine Region, in der sich „traditioneller Katholizismus und durchgreifende urbane Säkularität so intensiv verbinden wie nirgenwo sonst“.

Der soeben genannte „traditionelle Katholizismus“ ist mir selbst zutiefst bekannt, da ich selbst aus diesem Umfeld entstamme. Ich bin – und das mag heute nicht mehr allzu häufig vorkommen, vor allem nicht bei jüngeren Menschen – in einem katholischen Milieu aufgewachsen und bin (streng) katholisch erzogen. Das ist ganz gewiss ein Spannungsfeld: ein Spannungsfeld zwischen Milieu und Urbanität, zwischen Tradition und offener Moderne, zwischen religiösem Glauben und fortschreitendem Relevanzverlust der Religion(en).

Von diesem Spannungsfeld sehe ich mich als zutiefst geprägt – von diesem Spannungsfeld aus beschäftige ich mich schon seit geraumer Zeit mit Fragen, die die gesellschaftliche Situation in unserem Land betreffen; mit ethischen und auch theologischen Fragen. Kurzum: mit Fragen, die nicht eindeutig zu beantworten, sondern offen für viele Antworten und Meinungen sind.

Was ist durchgedacht?

Auf durchgedacht beschäftige ich mich mit drei großen Themenbereichen: Gesellschaft – Ethik – Theologie. Karl Rahner, der große Theologe des 20. Jahrhunderts, hat den Gedanken geprägt, dass man nicht über Gott nachdenken könne, ohne zuallererst beim Menschen anzusetzen. Nicht zuletzt deswegen bin ich davon überzeugt, dass Gesellschaft, Ethik und Theologie gegenseitig aufeinander verwiesen sind: Theologie und Ethik sind nicht frei vom gesellschaftlichen Umfeld zu denken, in dem sie sich vollziehen. In jeder Gesellschaft treten – mal implizit, mal explizit – ethische und auch theologische Fragen auf. Ethik und Theologie sind auf die Gesellschaft bezogen und umgekehrt.

Genau das soll durch das Logo des Blogs verdeutlicht werden: es stellt drei (für die einzelnen Themen Gesellschaft, Ethik und Theologie stehende) Sprechblasen dar, die nicht für sich selbst stehen, sondern ineinander übergreifen. Die Sprechblasen illustrieren auch meine Überzeugung, dass ein Diskurs niemals nach dem Schema schwarz–weiß abläuft, sondern immer ein offener Ort des respektvollen Argumentierens ist, in dem eine Vielzahl an Schattierungen zu Tage tritt.

In einer (religiös und) weltanschaulich pluralen Gesellschaft ist auch die ethische und theologische Verortung des Einzelnen plural. Schon deswegen sind ethische und theologische Fragen niemals abgeschlossen, sondern immer offen für einen intensiven Meinungsaustausch. So verstehe ich auch meine Beiträge hier auf durchgedacht: Ich veröffentliche hier keine endgültigen Postulierungen oder Dekrete, sondern meine Gedanken, über die ich mit meinen Lesern gerne diskutieren möchte. Die Verständigung und der Diskurs zwischen unterschiedlichen Positionen sind – davon bin ich überzeugt – dann am fruchtbarsten, wenn die unterschiedlichen Positionen intensiv diskutiert werden.

Fragen und Anmerkungen

Bei Fragen oder sonstigen Anregungen und Tipps habe ich immer ein offenes Ohr! Schreib mir einfach eine eMail, oder lass mir eine kleine Nachricht im Kontaktformular da. Alternativ kannst du dich auch gerne in den sozialen Netzwerken bei mir melden (die Links findest du ganz unten auf der Seite).

Fassung Apil 2019