Entgleisung im Kaukasus

3. Oktober 2016 Gesellschaft
von Matija Vudjan
Papst Franziskus ist heute von seiner Auslandsreise in den Kaukasus zurückgekehrt. Gestern besuchte er Aserbaidschan, in den zwei Tagen zuvor war er in Georgien. In beiden Ländern hat der Besuch keine besonders positiven Resonanzen ausgelöst. Leider zeigte sich auch Franziskus nicht von seiner besten Seite: Er behauptete allen Ernstes, es gebe „heute einen Weltkrieg, um die Ehe zu zerstören“!

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Sehr geehrter Herr Professorin

4. Juni 2013 Gesellschaft
von Matija Vudjan

Aus gegebenem Anlass möchte ich mich heute einem Thema zuwenden, das hierzulande immer wieder die Gemüter spaltet: die Gender-Frage. Ich bin persönlich ein absoluter Verfechter der Gleichberechtigung von Mann und Frau und begrüße deswegen jeden Vorstoß in die richtige Richtung. Manchmal geschehen aber auch Sachen, die einfach nur peinlich, traurig und sogar lächerlich sind – so zum Beispiel die Entscheidung der Universität Leipzig, bei allen akademischen Titeln nur noch die weibliche Bezeichnung zu verwenden (→ s. hier). Jeder männliche Doktor würde nach diesem Modell ab sofort nur noch Doktorin genannt werden.

Ich habe es schon erwähnt: Im unendlichen Gender-Kampf gibt es immer wieder neue Ideen. Dass davon nicht alle als Geistesblitz gelten können, ist, denke ich, fast unvermeidlich. Ich habe mich jedenfalls schon vor fast zwei Jahren mit demselben Thema befasst und verweise euch deswegen gerne auf den folgenden Blogpost: http://www.durchgedacht.net/2011/10/feminismus-und-verkehrsschilder.html.

Da sich meine Meinung zum Thema bis heute nicht geändert hat, möchte ich es auch bei diesen kurzen Worten belassen. Nicht aber, ohne vorher nach eurer Meinung gefragt zu haben. Ich freue mich auf eure Kommentare!

Feminismus und Verkehrsschilder

14. Oktober 2011 Gesellschaft
von Matija Vudjan

Bilder: Wikipedia

Wir sehen hier auf den ersten Blick zwei vollkommen normale Straßenschilder. Diese haben es allerdings in sich. Denn laut einer Feministin sind sie frauenfeindlich.

Gestern sendete der Sender Kabel 1 in seiner Nachrichtensendung Kabel 1 News nämlich einen Bericht, in dem eine Feministin zu Wort kommt und genau diesen Sachverhalt erklärt. Das Straßenschild für den Radweg sei deshalb anti-feministisch, weil es nur ein Herrenrad zeigt – die Frau wird somit benachteiligt. Das Schild für den Fußweg soll hingegen frauenfeindlich sein, weil damit suggeriert wird, dass nur Mütter die Pflicht haben, sich um ihre Kinder zu sorgen und Väter hier nicht benötigt werden. Und – wie sollte es auch anders sein – sind diese beiden Schilder nicht die einzigen, die man unbedingt verändern muss. Auch das Baustellenschild (!!) und viele weitere Schilder müssen unbedingt der heutigen Zeit angepasst werden, so die Frauenrechtlerin.

Ich muss zugeben, dass ich die Nachrichtensendung nicht aufmerksam genug verfolgt habe, weshalb ich euch den Namen der Feministin leider nicht nennen kann (die Sendung kann man meines Wissens auch sonst nirgends anschauen). Aber darum geht es hier auch gar nicht. Es kann doch nicht sein, dass inzwischen sogar Verkehrszeichen (die eigentlich den Sinn haben, den Verkehr zu ordnen und Verkehrsteilnehmer auf bestimmte Situationen vorzubereiten) dazu missbraucht werden, um sich selbst zu profilieren. Zumal die Emanzipation der Frau in Deutschland schon weit fortgeschritten, wenn nicht sogar vollendet sind.

Meiner Meinung nach sind Mann und Frau in Deutschland heute größtenteils  gleichberechtigt. Ich gehe sogar noch einen Schritt weiter und sage, dass Frauen heute in einigen Bereichen und Situationen sogar bevorzugt werden! Schauen wir uns diesbezüglich ein paar Beispiele an: An der Spitze NRWs und Deutschlands stehen zwei Frauen. Mädchen werden heute in der Schule von Lehrern (teilweise) stark bevorzugt – ein hartnäckiges Gericht, das inzwischen sogar nachgewiesen werden konnte. Frauen dürfen heute denselben Job wie ein Mann ausüben. Diese Aufzählung könnte ich natürlich noch deutlich ausführen.

Dass die Frau auch heute noch in manchen Situationen nicht mit dem Mann gleichberechtigt ist, ist leider Tatsache. Man schaue nur auf die Lohnunterschiede bei gleicher Arbeit. Und auch hier könnte ich natürlich noch einige Beispiele nennen. Tatsache ist aber auch, dass der Feminismus nicht zu weit gehen darf. Zwar sind „Alle Menschen […] vor dem Gesetz gleich“ (Grundgesetz, §1, Art. 3.1), wofür auch gekämpft werden muss. Wenn dieser Kampf aber auf eine – mit Verlaub – kindliche Ebene abrutscht, kann und darf er nicht ernst genommen werden!