Gedanken zur Woche #5

9. Februar 2014 Ethik, Gesellschaft, Theologie
von Matija Vudjan

Auch wenn sich Alice Schwarzer nie als moralische Instanz bezeichnet hat, hat sie sich durch ihr öffentliches Wirken zu dieser stilisiert. Und als solche ist sie schlicht und ergreifend gescheitert.

Es ist gut, dass die UN das Thema „Kindesmissbrauch in der Kirche“ so offensiv angeht. Der Skandal muss vollkommen – d. h. auch mit allen Konsequenzen – geklärt werden! Ich hoffe, dass sich der Vatikan diesem Ziel auch noch intensiver annehmen wird.

ABER: Die UN-Bericht ist methodisch schlecht aufgearbeitet: Es werden unterschiedliche Themen vermischt, die voneinander vollkommen unabhängig sind. Oder kann mir jemand erklären, wie der Missbrauch von Kindern mit der katholischen Sexuallehre zusammenhängt?

Angesichts von Olympia lautet eine zentrale Frage: Muss ein heutiger Leistungssportler mündiger Repräsentant seiner Gesellschaft sein oder soll er einfach nur Sportler sein? Ehrlich gesagt: ich kann beide Positionen verstehen…

Ich persönlich finde es zwar schade, aber man muss sich auch zugestehen, dass das Ergebnis des Bürgerentscheides in der Schweiz das generelle Verhältnis der Europäer zur EU widerspiegelt. Das sollte Anlass zur Sorge sein.

Der Autor: Matija Vudjan

Student der katholischen Theologie an der Ruhr-Universität Bochum. Autor des Blogs DURCHGEDACHT

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