Zehn (fromme) Wünsche für 2016

1. Januar 2016 Allgemein, Gesellschaft
von Matija Vudjan
Foto: Eric Lim/Flickr; Lizenz: CC BY 2.0
Liebe Leute, ich wünsche euch und euren Liebsten zunächst einmal von Herzen ein frohes und gesegnetes Neues Jahr! Ich wünsche euch ganz viel Gesundheit, Kraft und Ausdauer, damit ihr eure Vorsätze durchhalten könnt, damit sich eure Wünsche und Träume erfüllen, und damit 2016 ein gutes und erfolgreiches Jahr wird! Da ich in den letzten Tagen bereits ein paar Mal einen Ausblick in die kommenden Monate gewagt habe, möchte ich heute die Möglichkeit nutzen, insgesamt zehn (fromme) Wünsche für 2016 zu formulieren:


Ich hoffe, dass die Politik – sowohl hierzulande, als auch auf der ganzen Welt – lernen wird, dass Probleme nur dann nachhaltig gelöst werden können, wenn man miteinander spricht und sie gemeinsam angeht.

Ich wünsche mir, dass die vielen Führungskräfte und Menschen in Verantwortungspositionen erkennen werden, dass Führung immer auch einen dienenden Aspekt hat; dass ihr Amt keinen Selbstzweck hat, sondern auf andere Menschen hingeordnet ist.

Ich wünsche mir, dass wir Menschen 2016 einsehen mögen, dass wir auf der Erde nur Gäste sind, und damit beginnen, verantwortungsbewusst mit unserem Planeten umzugehen, wohl wissend, dass nach uns noch viele andere Generationen auf der Erde Gäste sein werden.

Ich hoffe, dass die vielen Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren, eines Tages den ihnen gebührenden Dank erhalten. Ich wünsche mir, dass sie, obwohl sie oft nur wenig Dankbarkeit erfahren, trotzdem die Kraft haben, auch weiterhin im Ehrenamt tätig zu sein.

Ich wünsche mir, dass sich die verschiedenen Lager in der katholischen Kirche, die sich in der letzten Zeit immer stärker streiten und gegenseitig Vorwürfe erheben, erkennen, dass sie alle Brüder und Schwestern im Glauben sind.

Ich hoffe, dass die Menschen, die in den vergangenen Monaten in Europa und Deutschland Zuflucht gesucht und gefunden haben, möglichst bald wieder zurück in ihre Heimat zurückkehren können, eine Heimat, die nicht mehr von Krieg und Gewalt gebeutelt ist.

Ich wünsche mir, dass die fremdenfeindlichen Politiker, Aktivisten und Demonstranten erkennen, dass Flüchtlinge Menschen sind, die Menschenrechte haben, und dass jeder Mensch eines Tages in eine Notsituation geraten kann, in der er Not leidet und von der Hilfe anderer abhängig wird.

Ich bete dafür, dass terroristische Organisationen wie der IS oder Boko Haram in diesem Jahr einsehen werden, dass Gewalt und Mord niemals mit einem barmherzigen Gott legitimiert werden können und dass sie ihren Gräueltaten, die sie als islamisch bezeichnen, ein Ende setzen werden.

Ich hoffe, dass Menschen 2016 nicht mehr wegen ihrer Religionszugehörigkeit, ihrer politischen Überzeugung, ihrer Herkunft oder ihrer Hautfarbe verfolgt werden und um ihr Leben fürchten müssen.

Ich hoffe und bete also, dass 2016 ein Jahr des Friedens und der Gewaltlosigkeit, ein Jahr der Barmherzigkeit und der Nächstenliebe, ein Jahr des Vorausschauens und des nachhaltigen Handelns wird.

Der Autor: Matija Vudjan

Student der katholischen Theologie an der Ruhr-Universität Bochum. Autor des Blogs DURCHGEDACHT

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