Der Jakobsweg führt durch Essen

7. Oktober 2010 Gesellschaft
von Matija Vudjan

Es gibt Sachen oder Themen, die man im Laufe der Zeit manchmal einfach vergisst. Genau diese Situation ereignete sich vor kurzem im Ruhrgebiet bezüglich des Jakobswegs.

Erst vor Kurzem wurde bekannt, dass ein kleiner „Vorabschnitt“ des Jakobswegs vom Osten Deutschlands aus kommend über das Ruhrgebiet und Aachen nach Belgien und letztendlich nach Frankreich und Spanien führt.
Dies ist natürlich eine sehr schöne Erkenntnis, die dazu geführt hat, dass der vergessene Jakobsweg ganz schnell wieder aus der Versenkung hervorgeholt wurde. Er wurde sogar schon in einem ökumenischen Gottesdienst feierlich eröffnet.

Vor allem in Anbetracht der Tatsache, dass Essen und das Ruhrgebiet Kulturhauptstadt 2010 sind, ist diese Entdeckung noch einmal ein schöner und vor allem unerwarteter Höhepunkt. Und auch für die Zukunft kann es nur von positiver Bedeutung sein, wenn man als Stadt gilt, die einen „Anteil“ am Jakobsweg hat. Deshalb kann man im Ruhrpott wirklich froh sein, dass diese so geschichtsträchtige Entdeckung gemacht wurde. Denn wer weiß, vielleicht kann man diese sogar zum Anlass nehmen, den Jakobsweg einmal selbst zu laufen…

Die Ruhr-Atolle sind weg

5. Oktober 2010 Gesellschaft
von Matija Vudjan

Das Jahr neigt sich langsam aber sicher dem Ende zu. Dies wird nicht nur am herbstlichen Wetter ersichtlich; in der Kulturhauptstadt wird es vor allem daran deutlich, dass mehrere besondere Veranstaltungen zu Ende gehen sowie mehrere „Besonderheiten“ abgebaut werden.

Dies passiert seit Montag mit den Ruhr-Atollen auf dem Essener Baldeneysee. Da das Wetter langsam kälter wird und die künstlichen Inseln dadurch geschädigt werden könnten, hatte man am Sonntag das letzte Mal die Möglichkeit, die Gebilde in voller Pracht zu betrachten; am Montag wurden die ersten zum Hafen des Ruhrverbands nach Duisburg abtransportiert.

Somit ist ein relativ starker Besuchermagnet (über 30000 Besucher kamen von April bis Anfang Oktober) aus Essen verschwunden. Bisher ist fraglich, ob die Atolle nächstes Jahr erneut aufgebaut werden. Sollte es nicht dazu kommen (wonach es momentan – leider – sogar aussieht), so kann man dies für den Essener Tourismus durchaus als starken Verlust bezeichnen.